Vielfältige Ernährung für indigene Kinder

Gemeinsam gegen chronische Unterernährung in Santa Cruz La Laguna

Projekthintergrund

Guatemala hat eine der höchsten Raten an chronischer Unterernährung weltweit und die höchste in ganz Lateinamerika. Indigene Bevölkerungsschichten sind besonders stark betroffen. In unserem Projektgebiet im Departement Sololá sind mehr als drei Viertel aller Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt. Die Folgen davon sind vielschichtig und lebenslang. Laut Unicef führt die chronische Unterernährung der Kinder zu erhöhten Schulabbruchraten, geringerer Produktivität und höherer Krankheitsanfälligkeit. Chronische Unterernährung hemmt somit die gesamtgesellschaftliche Entwicklung.

So wirkt Vivamos

Im Projekt erfahren die Familien, wie sie mit dem Anbau von Gemüse in Hausgärten ihre Nahrungsmittelpalette um wichtige Nahrungsmittel erweitern können. Die Frauen lernen, welche Lebensmittel essenzielle Nährstoffe enthalten und üben die Zubereitung nährstoffreicher Menüs. Hygienemassnahmen verringern Durchfallerkrankungen und schaffen Voraussetzungen für eine bessere Nahrungsverwertung. Methodisch bietet die Organisation in Kleingruppen den Frauen die Möglichkeit zu einem vertrauensvollen und fortwährenden Austausch untereinan der. Mit diesem ganzheitlichen Ansatz bekämpfen wir die wesentlichen Ursachen der Unterernährung. Das Projekt ist strukturell in die nationale Strategie zur Bekämpfung von Unterernährung eingebunden und leistet somit auch über die unmittelbare Zielgruppe hinaus einen Beitrag zur Ernährungssicherheit im Land.

Projektziele

Verbesserung des Ernährungszustandes von Kindern unter 5 Jahren in Jaibalito, Tzununá und Santa Cruz La Laguna:

  • 180 Familien wenden Praktiken der ausgewogenen Ernährung und Hygiene an.
  • Die organisatorischen Fähigkeiten der in Gruppen organisierten Frauen (Leader) in den Ortsteilgemeinschaften sind gestärkt.
  • Gesundheitszentren und Institutionen in der Gemeinde haben ihre Zusammenarbeit und die Qualität ihrer Dienste zur Vorbeugung von Unterernährung verbessert.

Bestätigte Wirkung

Mangel- und Unterernährung wirken sich auf die weitere Entwicklung der Kinder aus. Dies hat Folgen für Gesundheit und Wohlergehen im Erwachsenenalter und somit auch für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung. Eine Verbesserung der Ernährungssituation kann deshalb zu entscheidenden Entwicklungserfolgen führen. Renommierte Wissenschaftler*innen plädieren deshalb dafür, dem Kampf gegen Mangel- und Unterernährung Priorität einzuräumen.

Von 2017 bis 2022 führte Vivamos das erste Projekt zur Bekämpfung der Unterernährung bei Kindern unter 5 Jahren durch, das auf die drei Komponenten Ernährungsberatung, Verbesserung in Anbau und Verbesserung der sanitären Situation aufbaute. Eine externe Evaluation bestätigte die positiven Effekte des Projekts auf die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Familien. 

Erfahren Sie mehr zu unserer Wirkungsmessung.

 

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Projektort

Santa Cruz La Laguna (Ortsteile Tzununá, Jaibalito und Santa Cruz La Laguna) im Departement Sololá, zentrales Hochland Guatemala

Themen

Ernährungssicherheit, Gesundheit, Stärkung von Frauen, Empowerment

Projektdauer

2026–2028

Zielgruppe

Direkt: 180 Müttern mit je ca. 5 Haushaltsangehörigen

Indirekt: 7'570 Gemeinschaftsmitgliedern sowie ca. 5'500 Radiohörer*innen innerhalb und ausserhalb der Gemeinde Santa Cruz La Laguna

Budget

Die Projektkosten betragen CHF 532'266. In den Projektkosten nicht enthalten sind Eigenleistungen und Lokalbeiträge

Partner vor Ort

Asociación Vivamos Mejor Guatemala, Panajachel, Guatemala

Erfahren Sie im Video aus Guatemala mehr zur Umsetzung und Wirkung des Projekts: