Agua y Tierra

Gemeinschaftliche Wasserbewirtschaftung und nachhaltige Landwirtschaft in den kolumbianischen Anden

Projekthintergrund

Die Menschen um die Seen Tota und Fúquene in den Hochanden Kolumbiens leben von der Landwirtschaft. Sie sind auf Wasser in ausreichender Menge und fruchtbare Ackerböden angewiesen. Mangelnde Wasserqualität, ineffiziente Wasserversorgungssysteme, ausgelaugte Böden und ressourcenübernutzende Produktionsmethoden bedrohen die Ernte und damit die Lebensgrundlage der kleinbäuerlichen Familien. Letztere sind den Auswirkungen des Klimawandels, die bereits heute in der Form von Dürren zu spüren sind, besonders stark ausgesetzt.

So wirkt Vivamos

Wir unterstützen Kleinbauernfamilien dabei, ihre Nahrungsmittelproduktion auf nachhaltigen Anbau umzustellen und so ihren Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu verbessern. Gleichzeitig verankert das Projekt agrarökologische Methoden und nachhaltiges Wassermanagement in Schulgärten und Lehrplänen, um kommende Generationen zu sensibilisieren. Mitglieder ländlicher Wasserkomitees werden in effizienter Wasserbewirtschaftung geschult und Kleinanlagen zur Aufbereitung von Regen- und Haushaltsabwasser unterstützen die Familien zusätzlich. So entlasten wir das bedrohte Ökosystem der Wassereinzugsgebiete, während wir eine Transformation der landwirtschaftlichen Produktion in der Region anstossen.

Projektziele

  • 100 ländliche Bauernfamilien und 6 Schulen haben den Konsum von nährstoffreichen Lebensmitteln durch agrarökologische Gärten erhöht und diversifiziert.
  • 2'500 Gemeindemitglieder profitieren von einer effizienteren kommunalen Wasserbewirtschaftung; davon haben 40 Bauernfamilien ihren Zugang zu sauberem Wasser für den Haushaltsgebrauch und zur Bewässerung ihrer agrarökologischen Gärten für die Produktion diversifiziert und verbessert. 
  • In Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen werden agrarökologische Praktiken vor Ort ausgeweitet sowie die nationale Wasserpolitik weiterentwickelt.

Nachhaltige Wasser- und Landwirtschaft

Studien der FAO belegen, dass kleinbäuerliche Betriebe eine Schlüsselrolle bei der Ernährung der Welt spielen. Sie können jedoch ihr Potenzial wegen fehlendem Fachwissen, finanzieller Verletzlichkeit und übernutzten Produktionsgrundlagen nicht ausschöpfen. Klimatische Veränderungen wie längere Trockenzeiten und Wassermangel verstärken ihre Existenznöte. 

Mit unserem Programm «Wasser und Nahrung» rüsten wir die Landbevölkerung mit nötigem Fachwissen und Empowerment für eine nachhaltige Wasser- und Ressourcennutzung. Dank nachhaltiger Land- und Wasserwirtschaft produzieren sie im Einklang mit ihren natürlichen Lebensgrundlagen und können sich und ihr Umfeld ernähren.

 

Landkarte Projektregion

Projektort

Gebiete um die Seen Tota und Fúquene in den Hochanden in den Departementen Boyacá und Cundinamarca, Kolumbien

Themen

Nachhaltige Wasser- und Landwirtschaft, Schutz natürlicher Lebensgrundlage, Empowerment

Projektdauer

2026–2028

Zielgruppe

Direkt: 2'500 Personen; Kleinbauernfamilien, Schüler*innen, Lehrpersonal und Mitglieder öffentlicher Verwaltungen.

Indirekt: 23'000 Personen.

Budget

Das Projektbudget beträgt CHF 380'325. Ergänzend dazu kommen Eigenleistungen und lokale Beiträge.

Partner vor Ort

Fundación Humedales

Weitere Informationen zum Projekt